Zuletzt stand für die Zwote eine englische Woche an. Nachdem das Heimspiel gegen Münden verloren ging, standen zwei Aufgaben auf dem Programm, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Zuerst traf man unter der Woche auf den Tabellenletzten aus Schaumburg, ehe am Wochenende der Aufstiegskandidat Nummer eins, VFL Hameln, die Anderter empfing.
Gegen die HSG Schaumburg 2 gab es einen unterm Strich ungefährdeten 36:23 (18:14) Erfolg. Das Spiel begann auf beiden Seiten temporeich und ohne Zugriff der Abwehrreihen. Die Folge war ein 7:7 nach acht Minuten. Nach dem ersten offensiven Schlagabtausch wurde das Spieltempo etwas reduziert und beide Mannschaften verpassten das eigene Abwehrspiel, sodass weniger hochkarätige Torchancen erzielt wurden. Mit 13:8 konnte der TSV sich in der 16. Minute erstmals mit fünf Toren absetzen und zeigen, dass die Punkte nach Anderten gehören. In der Luft lag eine Souveränität Andertens, doch vermehrte Fehler ließen das Spiel spannender aussehen, als es war, sodass es mit einer 18:14 Führung in die Kabine ging.
Aus der Kabine heraus gestalteten die Anderter ein kleines Feuerwerk und wollten frühzeitig eine Vorentscheidung herbeiführen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff stand es 28:19 für die Anderter Jungs. Ein Start nach Maß in Durchgang zwei und das Gaspedal wurde weiter durchgedrückt. Man spielte sich an dem Mittwochabend in einen kleinen Rausch und nutzte die HSG-Fehler konsequent aus, sodass sich der Vorsprung weiter ausbauen ließ. Ein letzter 7M wurde nach der Schlusssirene noch verwandelt und die lange Durststrecke von sechs Spielen ohne Sieg wurde im nachgeholten „Heimspiel“ bei der HSG Schaumburg 2 beendet.
Gegen Schaumburg spielten: Jonas Wand und Jeppe Bo Blumme im Tor, Daniel Franke (9 Tore), Max Albeshausen (5), Joris von Losch (4, 0/1 7M), Henri Bartsch (3, 2/3 7M), Till Zeumer, Hannes Wulf, Philipp Theiler (je 3), Nick Salini (2, 1/1 7M), Jonathan Holzgreve, Robin John (je 1) und Maurice Jurke
Gegen den VFL Hameln war dagegen nichts zu holen. Eine starte Viertelstunde zu Spielbeginn verpuffte in eine Phase, die mit 8:0 an den VFL ging, sodass die Hausherren am Ende souverän mit 35:28 (21:13) gewinnen konnten.
Dabei gelang der Start in die Partie sehr gut und die Anderter sorgten für einen Überraschungseffekt. Mit einer körperbetonten Deckung und extrem schnellen Tempospiel führte der TSV sogar mit 4:6 (8. Minute). Dies wurde aber binnen weniger Momenten vom VFL ausgeglichen. Beim 9:9 (14.) waren die Anderter noch voll im Soll und hatten eventuell schon die Überraschung im Kopf. Als acht Minuten später ein 17:9 auf der Anzeige stand, schwanden die Hoffnungen auf einen Auswärtspunkt. Die Deckung war in dieser Phase viel passiver und weniger Aggressiv und im Angriff fehlte es an Durchschlagskraft und Cleverness. Der VFL ließ sich nicht mehr beirren und ging souverän mit 21:13 in die Kabine. 21 Gegentore sind eindeutig zu viel, auch wenn die Hamelner an der Tabellenspitze stehen.
In Durchgang zwei wurde allerdings Moral gezeigt und nicht aufgegeben. Die Gastgeber nahmen auch etwas an Tempo heraus, was aber die Anderter Leistung nicht schmälern sollte. Das Spiel verlief weiter vor sich hin und hatte einige Sehenswerte Aktionen zu bieten. Am hohen Rückstand wurde nur minimal etwas getan, da die Anderter den zweiten Durchgang mit einem Treffer gewannen. Es gab also keine Demontage und man kann erhobenen Hauptes nach dem Spiel nach Hause fahren und die positiven Momente für das Heimspiel am kommenden Samstag gegen die SG Börde mitnehmen.
Gegen Hameln spielten: Jonas Wand und Jeppe Bo Blume im Tor, Daniel Franke (7 Tore), Henri Bartsch (6, 4/4 7m), Jonathan Holzgreve (4), Nando Gernoth (3), Till Albeshausen, Joris von Losch, Maurice Jurke, Felix Hofmeister (je 2), Till Zeumer, Max Albeshausen und Nick Salini